Wünsche und Träume ergeben neue Räume

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

In meinem Gedicht “Ohne” geht es um die Selbstverwirklichung von Träumen und Wünschen und vorallem darum sich selbst und seinen inneren Frieden zu finden. Jeder Tag gibt euch auf`s neue die Chance mit Mut und Willen eure Träume und Wünsche zu erfüllen.

Traut euch euer Leben so zu gestalten, wie ihr es wollt, wie es sich gut anfühlt und wie es euch glücklich macht. Oftmals lassen wir uns zu sehr vom äußeren Umfeld beeinflussen, wollen es allen anderen recht machen und verlieren dabei unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Deswegen braucht jeder Mensch seine eigenen Räume, die er nach seinen Vorstellungen  gestalten und ausfüllen kann.

Vielleicht hilft euch dieses Gedicht dabei, euren inneren Frieden in eurem selbst geschaffenen Raum zu finden:

 

Ohne

Ohne Willen,

ohne Chillen,

ohne Träume,

ohne Räume,

ohne Wünsche,

ohne Mut,

ist das Leben dann wirklich gut?

 

Nein, ist es nicht.

So entscheidet das Gericht des Lebens,

weil  es ist vergebens,

ohne dies zu leben,

weil wir alle danach streben

einen inneren Frieden zu entwickeln,

ohne hin und her zu kippeln.

 

Diese Wünsche, diese Träume

schaffen nämlich große Räume

für den eigenen Willen und Mut

und entfachen eine Glut

voller Lebensenergie.

So kann jeder werden zum Genie

und  Lebenskünstler noch dazu,

um zu leben in innerer Ruh.

 

Ohne Willen,

ohne Chillen,

ohne Träume,

ohne Räume,

ohne Wünsche,

ohne Mut,

wäre das Leben tatsächlich nicht gut!

Annika Lausch

 

Bis ganz Bald

Eure Annika

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Zunehmen – Dein Körper

geschrieben von Laura Huber:

Zuzunehmen heißt nicht „Fett zu werden“. Zuzunehmen bedeutet nicht, hässlich zu sein. Es bedeutet nicht, gehasst zu werden, alles zu verlieren oder die Kontrolle zu verlieren. Zuzunehmen bedeutet auch nicht sich selbst zu verlieren.

Zuzunehmen bedeutet, Muskeln zu gewinnen. Gesundheit. Stärke. Kräftige Knochen. Lebensfreude. Einen richtigen Körper zu bekommen, belastbar und schön.  Zu lernen, sich und seinen Körper zu akzeptieren und schön zu finden. Leben zu gewinnen. Sich selbst zu gewinnen.

Dich selbst zu gewinnen.

Vielleicht findest du deinen Körper schön so, wie er gerade ist. Aber stimmt es wirklich? Würdest du ihn sonst immer noch bekämpfen? Vielleicht magst du dich und deinen Körper sogar lieber, wenn dein Körper gesund ist. So, wie dein Körper ist, ist er nicht dein Körper, sondern der, der aus der Essstörung entstanden ist. Das bist nicht du. Alles, was du dir von der Essstörung erhoffst, wird scheitern. Denn wenn du immer mehr abnimmst, verlierst du.

Wenn du sie loslässt, wartet das Leben auf dich. Gib dich nicht auf. Bleib stark und lass sie gehen. Zuzunehmen bedeutet nicht, fett zu werden und die Kontrolle zu verlieren. Zuzunehmen bedeutet, den Weg zu sich selbst und seinem Leben zu gehen. Zuzunehmen bedeutet zu erkennen, was in dir steckt. Und es macht dich glücklicher, als du jemals mit deiner Essstörung werden könntest. Denn da draußen wartet das Leben. Auf dich. Nicht auf deine Essstörung. Du sollst leben. Gesund sein. Lachen. Leben. Nicht deine Essstörung ist wichtig. DU bist wichtig.

Life´s challenges are not supposed to paralyze you.

They are supposed to help you discover who you are.

 

Passt auf euch auf :-)

Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Wenn Krallen fallen!

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Heute möchte ich euch ein weiteres Gedicht von mir vorstellen. In “Wenn Krallen fallen” verarbeite ich meinen Weg aus der Essstörung und möchte damit aktuell Betroffenen Mut und Kraft schenken ihren Weg weiter zu gehen und nie den Glauben an sich selbst zu verlieren. Mit Mut und Energie ist es möglich sich von den “Krallen der Essstörung” zu befreien und eine ganz neue, lebendige Welt dahinter zu entdecken.

TRAUT EUCH UND FINDET EUER EIGENES LEBENSGLÜCK IN EUCH SELBST!

 

Wenn Krallen fallen

Lass los, lass dich fallen.

Fahr nicht aus deine Krallen

und halte dich an etwas fest,

was dich jeden Tag stresst.

Diese endlosen Gedanken

Tag für Tag,

die bringen dich ins Schwanken,

wer das schon mag?

 

Wie kam es eigentlich dazu,

dass ich mich festkrallen musste?

Das ist kein Clou,

weil ich schon immer wusste,

irgendwann hab ich keine Kontrolle

und bin vollkommen von der Rolle.

Irgendwann bin ich einsam

und weiß gar nicht mehr, wie ich da rein kam.

 

Verdammt, nun ist das so.

Ich renne jeden Tag auf`s Klo,

nachdem ich etwas gegessen hab.

So schaufle ich mir mein eigenes Grab.

 

Ich will hier raus aus diesem Albtraum.

Ich will hier raus aus diesem Zwang.

Gebt mir wieder einen Raum

oder auch einen Gang,

der mich zurück in s Leben führt,

der es schafft und mein Herz berührt,

der mich wieder fühlen lässt

und mich vergessen lässt den Rest

von dem was mich dort hin gebracht hat,

wo ich sonst keinen Halt mehr spürte.

Ich will zurück in meine Stadt,

weg von dem was meine Kehle schnürte.

 

Was brauche ich dazu?

Wie finde ich Mut?

Das lässt mir keine Ruh.

Ich will wieder sagen:”Mir geht´s gut!”

 

Ich weiß was du brauchst.

Es reicht, wenn du fauchst

und deine Krallen eingezogen lässt.

Dann geht auch das, was dich stresst.

Vielleicht fühlst du dich erst mal nicht gut.

Genau in diesem Moment brauchst du Mut,

um in DIR den Halt zu finden

und einen eigenen Pakt zu binden:

“Ich halte mich, das verspreche ich!

Ein Leben lang stehe ich zu mir,

ein Leben lang sehe ich ein WIR

zwischen meinem Körper und meiner Seele.

Ich bleibe mir treu, dass ich mich nicht mehr quäle!”

 

Jetzt lasse ich los, jetzt lasse ich mich fallen.

Nie mehr öffne ich meine Krallen.

Jetzt bin ich frei

und sage :”Hi…….

Liebes Leben, da bist du wieder,

jetzt sing ich endlich meine Lieder

von Freude, Lebensmut und Glück.”

Geworden ist dies mein Lieblingsstück.

Annika Lausch

 

Vielleicht könnt ihr das Ein oder Andere aus diesen Zeilen für euch selbst mitnehmen!

Bis bald

Eure “lebensglückliche” Annika

 

 

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Leben und Mauern !

geschrieben von Laura Huber:

Leben und Mauern

 

Letzte Woche war ich auf einem Konzert von Will Varley. Das ist auch so eine Aktion, die ich mir während der Magersucht als Ziel überlegt habe. Die Texte, die Will Varley singt, gehen wirklich unter die Haut. Ich wollte über drei Lieder schreiben, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann, welches ich für den Artikel nehme und vielleicht spricht euch ja was davon an:

Das erste Lied heißt „King for a king“ . Das Lied in einem Wort zusammengefasst ist „Leben“ und es geht wirklich unter die Haut; mehr will ich dazu auch gar nicht schreiben. Ich glaube, bei jedem laufen dabei andere Bilder ab und deswegen: Hört es euch einfach selbst kurz an :)

Das nächste Lied heißt „Weddings and Wars“ und geht auch über das Leben. Der Titel zeigt schon den Widerspruch an sich – „Hochzeiten und Kriege“ und auch im Lied hört man die Textzeile „Birth, death, weddings and wars, that´s all we are good for.“ Das Leben ist so vielfältig und vielleicht wirkt der Inhalt im ersten Moment eher traurig. Aber ich finde, das Lied vermittelt auch eine zweite Seite. Es gibt Leid, aber es gibt auch Schönes. Zum dem Lied findet man auf Youtube auch ein schönes Video, vielleicht mag es sich der ein oder andere von euch ja anschauen.

 

Das letzte Lied heißt „To build a wall“. Ich kannte dieses Lied vor dem Konzert noch nicht und ich hatte von Anfang an Gänsehaut, als ich es letzte Woche gehört habe, deswegen wollte ich es unbedingt noch in den Artikel packen.  Es gibt viele verschiedene Arten von Mauern, aber wenn ich dieses Lied höre, denke ich an die Mauer, die wir um uns selbst bauen. Die Mauer, die kein Vertrauen ermöglicht und hinter der wir uns verstecken. Die Mauer, die wir gebaut haben, weil wir schlechte Erfahrungen gemacht haben. Hinter die wir niemanden schauen lassen, hinter der wir uns verstecken. Ich habe in der letzten Zeit immer mehr Steine aus meiner Mauer genommen und ich wünsche euch, dass ihr auch an den Punkt kommt, an dem ihr damit anfangt. Ganz werden wir unsere Mauern  vielleicht nie einreißen, aber müssen sie wirklich so hoch sein, dass wir keinen Menschen an uns lassen?

 

Vielleicht findet ihr in dem Artikel  was, das euch weiterhilft. Ich konnte mich dieses Mal einfach für keins der Themen entscheiden, weil ich alle drei Lieder unglaublich toll finde und finde, dass jedes eine tolle Botschaft trägt. Nehmt euch das daraus mit, das euch weiterhilft und euch berührt.

 

Liebe Grüße

Eure Laura

 

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Kleine Schritte!

geschrieben von Laura Huber:

Hallo :-)

„Every step you take is a step away from where you used to be“

Habt ihr noch eure Ziele im Kopf für die es sich lohnt zu kämpfen? Vielleicht habt ihr schon angefangen zu kämpfen und vielleicht habt ihr gemerkt, wie schwer es ist. Oft gibt es Tage, an denen man die Ziele ganz weit weg sieht und einfach nur aufgeben will. Aber irgendwie erinnert dieser Spruch, der oben steht daran, dass jeder Schritt zählt. Jeder Schritt für den ihr kämpft, bringt euch einen Schritt weiter. Und wenn dieser Schritt winzig klein ist, ist es trotzdem ein kleiner Schritt in Richtung „Leben“. Vielleicht finden manche Menschen diese Schritte wertlos und zu klein. Aber wichtig ist, dass ihr vorwärts geht und merkt, wie wertvoll jeder noch so kleine Schritt ist, den ihr entgegen der Essstörung geht. Vielleicht gibt es schwere Momente; aber genau dann ist es doch schön, zu sehen, wie viele kleine und große Schritte man schon geschafft hat. Warum sollte dann der nächste Schritt komplett unmöglich sein? Kein Weg geht immer gerade aus und jeder Weg hat seine Stolpersteine. Aber wollt ihr wegen Steinen alle eure Ziele und euch selbst wegwerfen und wieder zurückgehen?  Neue Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen.

Habt ihr diesen Winter schon einen kleinen Spaziergang gemacht? Ich finde das in dieser Jahreszeit total schön, wenn man die kalte Luft spürt und alles ganz bewusst wahrnimmt. Das Leben richtig fühlen. Vielleicht findet ihr in den nächsten Tagen Zeit für einen kleinen Spaziergang und denkt dabei an die schönen Seiten am Leben und an das, was ihr an eurem Weg bisher alles geschafft habt :-)

Zum Schluss will ich heute noch eins loswerden: man verliert oft aus den Augen, wie sehr einen die Essstörung einschränkt. Wenn ich diesen Artikel schreibe, denke ich zum Beispiel die ganze Zeit daran, wie sehr ich mich diesen Advent jeden Morgen freue, wenn ich eine neue Türe im Adventskalender öffne. Letztes Jahr war jedes Stück Schokolade eine Katastrophe. Aber ich glaube, ihr wisst selbst, wie schön es sein kann, wenn man sich nicht verbietet zu essen. Wollt ihr nicht für alle Ziele und alles, was euch die Essstörung genommen hat, kämpfen? Seid ihr bereit wieder zu leben?

 

Eine schöne Adventszeit

Eure Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Hope is the thing with feahters

Hier ein weiterer Beitrag von Laura Huber:

Letzte Woche habe ich spontan Bodypump ausprobiert und es war wirklich cool. Zwischendurch  habe ich gedacht, dass es genauso richtig ist. Ich war glücklich, nicht wie letztes Jahr im Krankenhaus zu liegen und Bewegungsverbot zu haben. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Jahr später Bodypump ausprobiere und mit einem gesunden Gewicht glücklich bin.

Wenn ich jetzt  die Wahl hätte, zwischen Hungern und Leben- ich würde das Leben nehmen. Wenn ich mich entscheiden müsste: ich würde nie mehr dahin zurück wollen, wo ich vor einem Jahr war. Das Leben ist so viel schöner.

Der Weg sieht schwierig aus. Aber man kann ihn gehen. Und  irgendwann lohnt es sich. Verliert die Hoffnung nicht, dass es sich lohnt zu kämpfen!  Auch, wenn man manchmal aufgeben will. Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

Wenn man nach einem Wettlauf ins Ziel kommt, ist man zwar erschöpft, aber glücklich, weil man es geschafft hat. Habt ihr schon mal ein Wettlaufen gemacht? Wann wart ihr das letzte Mal wirklich glücklich? Wann habt ihr das letzte Mal das Leben gefühlt?

Ich wollte euch mit auf den Weg geben, dass kämpfen und dran bleiben sich wirklich lohnt. Mir ist letzte Woche wieder bewusst geworden, wie viele Chancen das Leben bietet, mit denen man vorher nie gerechnet hat.

Gebt dem Leben eine Chance!

 

“Hope” is the thing with feathers -

That perches in the soul -

And sings the tune without the words -

And never stops – at all -

 

And sweetest – in the Gale – is heard -

And sore must be the storm -

That could abash the little Bird

That kept so many warm -

 

I’ve heard it in the chillest land -

And on the strangest Sea -

Yet – never – in Extremity,

It asked a crumb – of me.

 

(Emiliy Dickinson)

 

Jedem Anfang liegt ein Zauber inne!

Liebe Grüße

Eure Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Reise zu sich selbst

Hier ein neuer Beitrag von Laura Huber(16):

Als ich zunehmen musste, hat mir jemand gesagt, dass ich doch gar nicht weiß, wie ich mit einem gesunden Gewicht aussehe. Vielleicht würde ich mich dann sogar schöner finden und Frieden mit meinem Körper schließen.

Im ersten Moment hört es sich total blödsinnig an.

Aber: Wenn man seinen Körper wirklich schön findet, quält man ihn doch auch nicht. Und wenn man seinen Körper annimmt, will man nicht immer noch dünner werden.  Man steht nicht im Kampf mit seinem eigenen Körper. Wenn ihr euch jetzt nicht schön findet, woher wollt ihr wissen, wie es mit einem gesunden Gewicht aussieht?

Zunehmen ist schwer, aber stellt es euch doch mal als eine Reise zu euch und eurem Körper vor. Jeder kleine Schritt ist ein Schritt zu euch selbst. Und wenn es eurem Körper besser geht, wenn ihr stärker seid, vielleicht fällt es euch dann auch leichter, euch so anzunehmen wie ihr seid. Je tiefer man in die Essstörung man fällt, desto mehr verliert man sich. Wollt ihr nicht dafür kämpfen, euch und euer Leben wieder zu finden? Es wird ein langer Weg und in irgendeiner Form verändert uns die Krankheit;- aber umso schöner ist es doch, die Suche nach sich selbst und den Zielen im Leben zu suchen und dann zu sehen, wo man steht. Was sich verändert hat und wie man damit umgehen kann. Man findet einen Weg. Wenn man zu sich gefunden hat. Wenn man sich erlaubt, während dem Kämpfen auch mal hinzufallen und dann aber wieder aufsteht.

Mir hat es während dem Zunehmen gut getan, ins Yoga zu gehen. Zu entspannen und nicht gegen meinen Körper zu arbeiten. Es hat mir gut getan, nach langer Zeit ohne Sport  mit leichten und entspannenden Übungen im Yoga wieder mit Bewegung anzufangen. Wenn ihr euch vorstellen könnt, dass euch Yoga auch gut tut, sprecht doch einfach mal mit eurem Arzt ab, ab welchem Gewicht ihr zum Yoga dürftet. Vielleicht dürft ihr direkt anfangen oder ihr stellt euch das Yoga als ein Zwischenziel auf?

Wer weiß, wie man mit einem gesunden Gewicht aussieht? Vielleicht kann man sich dann ja wirklich besser annehmen?

Zunehmen ist schwer und genau deswegen dürft ihr eure Ziele dabei nie vergessen! Wie schön ist es, mit einem belastbaren Körper leben zu können? Sport zu machen und Muskeln aufzubauen? Das Leben wieder leben können?

Ich wünsche euch viel Kraft und Erfolg auf eurem Weg!

Eure Laura

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Zum Thema “Loslassen”

Ein Anstoß zum Nachdenken:

Loslassen ….

Wie wäre es, endlich wieder frei zu sein? Lachen zu können und wieder im Leben zu stehen? Vielleicht ist es an der Zeit, aufzustehen und dafür zu kämpfen?

Ich finde zum Thema „Loslassen“ das Lied „Anorak“ von Sarah Connor sehr schön und ermutigend (hier seht ihr ein Cover von Lea Katharina). Menschen loslassen, die vielleicht mehr verletzen, als dass sie wirklich Halt geben. Die Essstörung loslassen und gesund werden.  Um dann die Sonne  und das Leben wieder zu fühlen. Eine Löwin sein, die sich selbst beschützt, die stark ist und die an sich glaubt.

Hört euch das Lied doch einfach mal an J

Ich wünsche euch viel Kraft und Mut!

Bis Bald

Eure Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Eine WG-Besichtigung bei ANAD e.V.

Laura Huber (16):

Letzten Donnerstag habe ich eine Wohngruppe von ANAD in München besucht. Zuerst habe ich mich mit Herrn Schnebel über die Entstehung und Geschichte von ANAD unterhalten und anschließend hat mir Frau Stawowski, eine Sozialpädagogin, die WG gezeigt. In diesem Beitrag möchte ich euch meine Eindrücke schildern und die Wohngruppe ein bisschen beschreiben:

In der WG wohnen Mädchen, die an einer Essstörung erkrankt sind, aber einen BMI über 16 haben. Die ersten 6 Wochen ist man zur Probe dort, so kann man zum Beispiel austesten, wie man mit dem Heimweh umgehen kann und ob man überhaupt in die Gruppe passt. Die Bewohnerinnen gehen zur Schule oder machen eine Ausbildung und wohnen in einer WG, in der sie von Therapeuten und Sozialpädagogen betreut werden. Pro Woche gibt es zwei Einzeltherapiestunden, dazu beispielsweise eine Ernährungstherapiegruppe. An 2 Wochenenden im Monat kann man nach Hause fahren oder alternativ in der WG bleiben.

Neben einem Wohnzimmer, einer Küche mit Essbereich und einem Fernsehraum gibt es auch eine große  Dachterrasse. Die Mädchen teilen sich zu zweit ein Zimmer, das sie selbst dekorieren und gestalten dürfen. Die WG ist sehr groß und hell und ist wirklich sehr schön gestaltet. Besonders gefallen hat mir, dass es in der WG auch die Möglichkeit gibt, Klavier zu spielen oder sein eigenes Instrument mitzubringen. Regelmäßig finden gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge, Ausflüge in den Englischen Garten, oder Kinobesuche statt. Am Abend finden oft gemeinsame Spiele- oder DVD- Abende statt; man kann sich in der Zeit aber auch zurückziehen und in seinem Zimmer bleiben. Vor kurzem erst haben die Mädchen gemeinsam den Fernsehraum neu gestrichen und aktuell wird ein kleiner Urlaub für die Sommerferien geplant. Die Bewohnerinnen übernehmen im Haushalt Verantwortung, indem sie jede Woche einen anderen Dienst übernehmen, kümmern sich aber auch um das Einkaufen von Lebensmitteln, die sie in einem eigenen Schrank in der Küche aufbewahren. Als ich in der WG zu Besuch war, war es dort sehr leer, weil einige Mädchen unterwegs waren, was zeigt, dass man dort in keinem Fall  „eingesperrt“ ist, sondern die Möglichkeit hat, Hobbys nachzugehen oder Freunde zu treffen.  Ein Punkt, der von einer WG abhalten könnte, ist das Zusammensein mit so vielen anderen  Mädchen, die an einer Essstörung leiden, weil man sich in einigen Momenten sicher gegenseitig runterzieht. Dieses Thema habe ich auch mit Frau Stawowski besprochen. Im Endeffekt kann man immer und überall mit Essstörungen konfrontiert werden- aber man muss in jedem Fall lernen, sich abzugrenzen und aufhören, sich zu vergleichen .Deshalb sollte man das Zusammenleben mit anderen Patienten nicht als Hindernis sehen, sondern als Chance um sich abzugrenzen und zu sich selbst zu finden.

Das Leben in der Wohngruppe ist viel lockerer und abwechslungsreicher, als ich es mir vorgestellt habe und die vielen gemeinsamen Aktivitäten innerhalb der Gruppe machen den Alltag sicher viel lebhafter und schöner. ANAD bietet alle 2 Wochen Informationsveranstaltungen an, um sich Mädchen, die überlegen in eine solche Wohngruppe zu ziehen, vorzustellen. Weil jeder sicher Fragen im Rahmen seiner Überlegungen hat und sich das Ganze vielleicht auch schlecht vorstellen kann, finde ich diese Veranstaltungen sehr hilfreich und würde jedem empfehlen, diese zu besuchen, weil man vor Ort ein ganz anderes und wirklich positives Bild bekommt.

Abschließend möchte ich mich noch bei Herrn Schnebel und Frau Stawowski bedanken, die sich am Donnerstag Zeit für mich genommen haben und mir die WG vorgestellt haben!

Eure Laura

 

 

 

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg !

Hier ein weiterer Beitrag von Laura Huber(16):

Vor Kurzem war ich gemeinsam mit meiner Mama auf einem Konzert von Frank Turner- etwas, das ich mir lange gewünscht habe, als ich krank war. Damals habe ich alles, was ich noch erleben will und wofür ich kämpfen möchte aufgeschrieben: im Sommer die Sonne auf der Haut und den Wind in den Haaren fühlen, Tanzen, um einen See gehen, an einem Lagerfeuer sitzen, einen Wettlauf mitlaufen, auf ein Konzert gehen…. Einige meiner Ziele durfte ich schon erleben und es hat sich wirklich gelohnt, dafür gegen die Essstörung zu kämpfen. Es gibt so viele schöne Dinge, die das Leben bietet, wenn man sich nicht selbst aufgibt!

Das Lied „Get Better“ von Frank Turner hat mir in der letzten Zeit besonders viel Hoffnung, Kraft und Halt gegeben und ich hoffe, dass es euch auch etwas mit auf den Weg gibt- hört es euch doch einfach selbst an und überlegt euch, wofür ihr aufstehen und kämpfen wollt, denn für jeden gibt es Gründe :-)

Liebe Grüße

Laura

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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