Momentesammler

geschrieben von Laura Huber:

Hallo :-)

Heute habe ich mir überlegt, mal wieder über ein Lied zu schreiben. Langsam kommen die ersten warmen Tage in diesem Frühling. Ich bin letzte Woche draußen laufen gewesen und hab daran gedacht, wie schön es ist, wenn es Frühling und Sommer wird.  Schwimmen gehen. Lagerfeuer machen. Oder einfach nur in der Sonne liegen und ein Buch lesen. Ausflüge, Stadtläufe, Konzerte. Lebensfreude. Habt ihr euch schon überlegt, was ihr diesen Sommer gerne erleben würdet? Welche Momente würdet ihr gerne erleben?

Das Lied, um das es heute geht, hat mir meine Cousine gezeigt, als ich gerade im Krankenhaus war. Es heißt „Momentensammler“. Erlebt eure Momente bewusst. Sammelt sie. Und erinnert euch immer wieder an die positiven Momente zurück. Ich finde in dem Lied kommt gut rüber, wie wichtig diese Momente sind. Im Vergleich zu allem, was man sammeln kann, sind es die besonderen Momente, die wirklich wichtig sind. Momente sind das, wodurch unser Leben bunt und einzigartig wird.

Diese Momente zu erleben heißt, die Augen zu öffnen. Nach vorne zu schauen. Sich nicht an einer Waage festzuhalten und seinen Körper zu hassen. Sondern das Leben wahrzunehmen. Wie schön und bunt es ist. Und wie viele kleine, schöne Momente es gibt.

Hört euch das Lied doch einfach an und denkt an all die Momente, die euch besonders machen. Die, die ihr schon erlebt habt und die, die ihr noch erleben wollt.

Eure Laura

 

 

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Wünsche und Träume ergeben neue Räume

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

In meinem Gedicht “Ohne” geht es um die Selbstverwirklichung von Träumen und Wünschen und vorallem darum sich selbst und seinen inneren Frieden zu finden. Jeder Tag gibt euch auf`s neue die Chance mit Mut und Willen eure Träume und Wünsche zu erfüllen.

Traut euch euer Leben so zu gestalten, wie ihr es wollt, wie es sich gut anfühlt und wie es euch glücklich macht. Oftmals lassen wir uns zu sehr vom äußeren Umfeld beeinflussen, wollen es allen anderen recht machen und verlieren dabei unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Deswegen braucht jeder Mensch seine eigenen Räume, die er nach seinen Vorstellungen  gestalten und ausfüllen kann.

Vielleicht hilft euch dieses Gedicht dabei, euren inneren Frieden in eurem selbst geschaffenen Raum zu finden:

 

Ohne

Ohne Willen,

ohne Chillen,

ohne Träume,

ohne Räume,

ohne Wünsche,

ohne Mut,

ist das Leben dann wirklich gut?

 

Nein, ist es nicht.

So entscheidet das Gericht des Lebens,

weil  es ist vergebens,

ohne dies zu leben,

weil wir alle danach streben

einen inneren Frieden zu entwickeln,

ohne hin und her zu kippeln.

 

Diese Wünsche, diese Träume

schaffen nämlich große Räume

für den eigenen Willen und Mut

und entfachen eine Glut

voller Lebensenergie.

So kann jeder werden zum Genie

und  Lebenskünstler noch dazu,

um zu leben in innerer Ruh.

 

Ohne Willen,

ohne Chillen,

ohne Träume,

ohne Räume,

ohne Wünsche,

ohne Mut,

wäre das Leben tatsächlich nicht gut!

Annika Lausch

 

Bis ganz Bald

Eure Annika

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Zunehmen – Dein Körper

geschrieben von Laura Huber:

Zuzunehmen heißt nicht „Fett zu werden“. Zuzunehmen bedeutet nicht, hässlich zu sein. Es bedeutet nicht, gehasst zu werden, alles zu verlieren oder die Kontrolle zu verlieren. Zuzunehmen bedeutet auch nicht sich selbst zu verlieren.

Zuzunehmen bedeutet, Muskeln zu gewinnen. Gesundheit. Stärke. Kräftige Knochen. Lebensfreude. Einen richtigen Körper zu bekommen, belastbar und schön.  Zu lernen, sich und seinen Körper zu akzeptieren und schön zu finden. Leben zu gewinnen. Sich selbst zu gewinnen.

Dich selbst zu gewinnen.

Vielleicht findest du deinen Körper schön so, wie er gerade ist. Aber stimmt es wirklich? Würdest du ihn sonst immer noch bekämpfen? Vielleicht magst du dich und deinen Körper sogar lieber, wenn dein Körper gesund ist. So, wie dein Körper ist, ist er nicht dein Körper, sondern der, der aus der Essstörung entstanden ist. Das bist nicht du. Alles, was du dir von der Essstörung erhoffst, wird scheitern. Denn wenn du immer mehr abnimmst, verlierst du.

Wenn du sie loslässt, wartet das Leben auf dich. Gib dich nicht auf. Bleib stark und lass sie gehen. Zuzunehmen bedeutet nicht, fett zu werden und die Kontrolle zu verlieren. Zuzunehmen bedeutet, den Weg zu sich selbst und seinem Leben zu gehen. Zuzunehmen bedeutet zu erkennen, was in dir steckt. Und es macht dich glücklicher, als du jemals mit deiner Essstörung werden könntest. Denn da draußen wartet das Leben. Auf dich. Nicht auf deine Essstörung. Du sollst leben. Gesund sein. Lachen. Leben. Nicht deine Essstörung ist wichtig. DU bist wichtig.

Life´s challenges are not supposed to paralyze you.

They are supposed to help you discover who you are.

 

Passt auf euch auf :-)

Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Die Wellen des Lebens

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

heute möchte ich ein weiteres Gedicht vorstellen. In “Die Wellen” beschreibe ich einen sehr wichtigen Punkt auf dem Weg die Essstörung loszulassen. Es geht darum seine Gefühle anzunehmen, zu akzeptieren und auszuhalten. Dieser Lernprozess erfordert sehr viel Kraft und Mut, aber es lohnt sich sehr dort hin zu schauen, wo die Gefühle sind. Denn ohne Gefühle wäre das Leben kein Leben.

Klar sind Gefühle wie Angst, Trauer und Wut unangenehm zu spüren, aber das Wichtige zu wissen ist: Diese Gefühle bleiben nicht für Immer. Sie gehen auch wieder, wenn man sie mal angenommen hat. Deswegen sage ich: Traut euch eure Gefühle zu zu lassen!

Vielleicht hilft euch auch dieses Gedicht dabei:

 

Die Wellen

Komm schon,

ich will noch nicht gehen.

Komm schon,

ich will weiter sehen,

wie die Wellen an den Sandstrand branden.

Ich Habe nämlich verstanden

was mir gut tut:

 

Die Flut

aus Energie und Kraft

und auch die innerliche Ruhe,

die Frieden schafft.

 

Inneren Frieden zu finden,

einen Pakt mit sich selber zu binden:

Gefühle anzunehmen wie sie sind,

Gefühle auszuhalten weil sie sind,

Gefühle zu akzeptieren radikal,

denn wenn NICHT, wird es zur Qual.

 

Doch was ich lernen durfte,

dass sollt ihr alle sehen:

Gefühle kommen und gehen.

Wie eine Welle, die an den Strand brandet,

mit vollem, lauten Rauschen,

will ich lauschen,

wie sie leise wieder geht

und mein Inneres übersäht

mit Leichtigkeit am Steg

und einem neuen Weg,

den die Welle mir geebnet hat.

 

Diesen Weg geh ich weiter,

aufgeschlossen und heiter,

bis zur nächsten Welle,

denn hier ist die neue Quelle

zu einem LEBEN IN INNEREN FRIEDEN,

dahin haben mich die Wellen getrieben.

                                                                           

                                                                             Annika Lausch

 

Liebe Grüße und bis bald

Eure Annika

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Wenn Krallen fallen!

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Heute möchte ich euch ein weiteres Gedicht von mir vorstellen. In “Wenn Krallen fallen” verarbeite ich meinen Weg aus der Essstörung und möchte damit aktuell Betroffenen Mut und Kraft schenken ihren Weg weiter zu gehen und nie den Glauben an sich selbst zu verlieren. Mit Mut und Energie ist es möglich sich von den “Krallen der Essstörung” zu befreien und eine ganz neue, lebendige Welt dahinter zu entdecken.

TRAUT EUCH UND FINDET EUER EIGENES LEBENSGLÜCK IN EUCH SELBST!

 

Wenn Krallen fallen

Lass los, lass dich fallen.

Fahr nicht aus deine Krallen

und halte dich an etwas fest,

was dich jeden Tag stresst.

Diese endlosen Gedanken

Tag für Tag,

die bringen dich ins Schwanken,

wer das schon mag?

 

Wie kam es eigentlich dazu,

dass ich mich festkrallen musste?

Das ist kein Clou,

weil ich schon immer wusste,

irgendwann hab ich keine Kontrolle

und bin vollkommen von der Rolle.

Irgendwann bin ich einsam

und weiß gar nicht mehr, wie ich da rein kam.

 

Verdammt, nun ist das so.

Ich renne jeden Tag auf`s Klo,

nachdem ich etwas gegessen hab.

So schaufle ich mir mein eigenes Grab.

 

Ich will hier raus aus diesem Albtraum.

Ich will hier raus aus diesem Zwang.

Gebt mir wieder einen Raum

oder auch einen Gang,

der mich zurück in s Leben führt,

der es schafft und mein Herz berührt,

der mich wieder fühlen lässt

und mich vergessen lässt den Rest

von dem was mich dort hin gebracht hat,

wo ich sonst keinen Halt mehr spürte.

Ich will zurück in meine Stadt,

weg von dem was meine Kehle schnürte.

 

Was brauche ich dazu?

Wie finde ich Mut?

Das lässt mir keine Ruh.

Ich will wieder sagen:”Mir geht´s gut!”

 

Ich weiß was du brauchst.

Es reicht, wenn du fauchst

und deine Krallen eingezogen lässt.

Dann geht auch das, was dich stresst.

Vielleicht fühlst du dich erst mal nicht gut.

Genau in diesem Moment brauchst du Mut,

um in DIR den Halt zu finden

und einen eigenen Pakt zu binden:

“Ich halte mich, das verspreche ich!

Ein Leben lang stehe ich zu mir,

ein Leben lang sehe ich ein WIR

zwischen meinem Körper und meiner Seele.

Ich bleibe mir treu, dass ich mich nicht mehr quäle!”

 

Jetzt lasse ich los, jetzt lasse ich mich fallen.

Nie mehr öffne ich meine Krallen.

Jetzt bin ich frei

und sage :”Hi…….

Liebes Leben, da bist du wieder,

jetzt sing ich endlich meine Lieder

von Freude, Lebensmut und Glück.”

Geworden ist dies mein Lieblingsstück.

Annika Lausch

 

Vielleicht könnt ihr das Ein oder Andere aus diesen Zeilen für euch selbst mitnehmen!

Bis bald

Eure “lebensglückliche” Annika

 

 

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Leben und Mauern !

geschrieben von Laura Huber:

Leben und Mauern

 

Letzte Woche war ich auf einem Konzert von Will Varley. Das ist auch so eine Aktion, die ich mir während der Magersucht als Ziel überlegt habe. Die Texte, die Will Varley singt, gehen wirklich unter die Haut. Ich wollte über drei Lieder schreiben, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann, welches ich für den Artikel nehme und vielleicht spricht euch ja was davon an:

Das erste Lied heißt „King for a king“ . Das Lied in einem Wort zusammengefasst ist „Leben“ und es geht wirklich unter die Haut; mehr will ich dazu auch gar nicht schreiben. Ich glaube, bei jedem laufen dabei andere Bilder ab und deswegen: Hört es euch einfach selbst kurz an :)

Das nächste Lied heißt „Weddings and Wars“ und geht auch über das Leben. Der Titel zeigt schon den Widerspruch an sich – „Hochzeiten und Kriege“ und auch im Lied hört man die Textzeile „Birth, death, weddings and wars, that´s all we are good for.“ Das Leben ist so vielfältig und vielleicht wirkt der Inhalt im ersten Moment eher traurig. Aber ich finde, das Lied vermittelt auch eine zweite Seite. Es gibt Leid, aber es gibt auch Schönes. Zum dem Lied findet man auf Youtube auch ein schönes Video, vielleicht mag es sich der ein oder andere von euch ja anschauen.

 

Das letzte Lied heißt „To build a wall“. Ich kannte dieses Lied vor dem Konzert noch nicht und ich hatte von Anfang an Gänsehaut, als ich es letzte Woche gehört habe, deswegen wollte ich es unbedingt noch in den Artikel packen.  Es gibt viele verschiedene Arten von Mauern, aber wenn ich dieses Lied höre, denke ich an die Mauer, die wir um uns selbst bauen. Die Mauer, die kein Vertrauen ermöglicht und hinter der wir uns verstecken. Die Mauer, die wir gebaut haben, weil wir schlechte Erfahrungen gemacht haben. Hinter die wir niemanden schauen lassen, hinter der wir uns verstecken. Ich habe in der letzten Zeit immer mehr Steine aus meiner Mauer genommen und ich wünsche euch, dass ihr auch an den Punkt kommt, an dem ihr damit anfangt. Ganz werden wir unsere Mauern  vielleicht nie einreißen, aber müssen sie wirklich so hoch sein, dass wir keinen Menschen an uns lassen?

 

Vielleicht findet ihr in dem Artikel  was, das euch weiterhilft. Ich konnte mich dieses Mal einfach für keins der Themen entscheiden, weil ich alle drei Lieder unglaublich toll finde und finde, dass jedes eine tolle Botschaft trägt. Nehmt euch das daraus mit, das euch weiterhilft und euch berührt.

 

Liebe Grüße

Eure Laura

 

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Kleine Schritte!

geschrieben von Laura Huber:

Hallo :-)

„Every step you take is a step away from where you used to be“

Habt ihr noch eure Ziele im Kopf für die es sich lohnt zu kämpfen? Vielleicht habt ihr schon angefangen zu kämpfen und vielleicht habt ihr gemerkt, wie schwer es ist. Oft gibt es Tage, an denen man die Ziele ganz weit weg sieht und einfach nur aufgeben will. Aber irgendwie erinnert dieser Spruch, der oben steht daran, dass jeder Schritt zählt. Jeder Schritt für den ihr kämpft, bringt euch einen Schritt weiter. Und wenn dieser Schritt winzig klein ist, ist es trotzdem ein kleiner Schritt in Richtung „Leben“. Vielleicht finden manche Menschen diese Schritte wertlos und zu klein. Aber wichtig ist, dass ihr vorwärts geht und merkt, wie wertvoll jeder noch so kleine Schritt ist, den ihr entgegen der Essstörung geht. Vielleicht gibt es schwere Momente; aber genau dann ist es doch schön, zu sehen, wie viele kleine und große Schritte man schon geschafft hat. Warum sollte dann der nächste Schritt komplett unmöglich sein? Kein Weg geht immer gerade aus und jeder Weg hat seine Stolpersteine. Aber wollt ihr wegen Steinen alle eure Ziele und euch selbst wegwerfen und wieder zurückgehen?  Neue Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen.

Habt ihr diesen Winter schon einen kleinen Spaziergang gemacht? Ich finde das in dieser Jahreszeit total schön, wenn man die kalte Luft spürt und alles ganz bewusst wahrnimmt. Das Leben richtig fühlen. Vielleicht findet ihr in den nächsten Tagen Zeit für einen kleinen Spaziergang und denkt dabei an die schönen Seiten am Leben und an das, was ihr an eurem Weg bisher alles geschafft habt :-)

Zum Schluss will ich heute noch eins loswerden: man verliert oft aus den Augen, wie sehr einen die Essstörung einschränkt. Wenn ich diesen Artikel schreibe, denke ich zum Beispiel die ganze Zeit daran, wie sehr ich mich diesen Advent jeden Morgen freue, wenn ich eine neue Türe im Adventskalender öffne. Letztes Jahr war jedes Stück Schokolade eine Katastrophe. Aber ich glaube, ihr wisst selbst, wie schön es sein kann, wenn man sich nicht verbietet zu essen. Wollt ihr nicht für alle Ziele und alles, was euch die Essstörung genommen hat, kämpfen? Seid ihr bereit wieder zu leben?

 

Eine schöne Adventszeit

Eure Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Lieder geben viel!

geschrieben von Laura Huber:

Hallo  :-)

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin in den letzten Wochen vor Weihnachten immer stark im Stress, weil so viele Prüfungen in der Schule sind. Trotzdem ist es wichtig, dass wir unser eigenes Leben und unsere Ziele für uns selbst nicht aus dem Blick verlieren. Deswegen habe ich mir überlegt, euch heute zwei Lieder vorzustellen. Vielleicht findet ihr abends mal ein paar ruhige Minuten, hört sie an und trinkt eine Tasse Tee und esst ein paar Kekse dazu und entspannt mal so richtig? Mich berühren beide Lieder sehr und mich haben beide in den letzten Monaten begleitet.

Das erste Lied ist mal wieder von Sarah Connor. Ich finde, man findet in ihren Texten so viel Wahres und so schöne Worte, dass ich euch nach „Anorak“ heute das Lied „Mit vollen Händen“ vorstellen will. Mich erinnert das Lied immer daran, dass wir alle oft viel zu negativ denken und dass wir alle unsere eigenen Ecken und Kanten haben. Aber gleichzeitig wird auch deutlich, dass das eben zu uns gehört. Das Lied zeigt uns wieder, dass sich das Leben dadurch auszeichnet, dass es Gutes und Schlechtes gibt und dass jeder auf seine eigene Art weiterkämpfen soll. Jeder hat Steine auf seinem Weg, aber deswegen sollen wir nicht aufhören, weiterzugehen und unser Leben leben. Am besten hört ihr euch das Lied selbst mal an- ich bin mir sicher, dass es euch auch irgendwie berührt und bestärkt, euren Weg ins Leben zurück zu suchen und zu gehen.  Das Leben ist mehr wert als Aufgeben.

Das zweite Lied heißt „Nothing stays the same“ und ist von Luke Sital-Singh (https://www.youtube.com/watch?v=bac03Zc0tfE). Ich habe von dem Sänger noch nie was gehört, bis mir letztes Jahr jemand, der mir sehr viel Halt gegeben hat von dem Lied erzählt hat. Mir hat das Lied von Anfang an gefallen. Ich höre es immer noch total gerne an, wenn es mir nicht gut geht. Das Leben spielt eben nicht so, wie wir es wollen und manchmal will man einfach nur weinen und traurig sein. Manchmal ist es das einzige, was gut tut; aber danach, erinnert dieses Lied daran, dass das Leben schön  sein kann, auch wenn Steine da sind und nichts gleich bleibt. Ich finde, man kann aus jeder einzigen Zeile in dem Lied so viel herausziehen, dass ich gar nicht mehr dazu schreibe, sondern euch einfach vorschlage, euch das Lied selbst anzuhören. Ich glaube, danach versteht ihr, was ich meine- viel besser, als ich es euch mit Worten umschreiben könnte :)

Ich wünsche euch, dass ich die Zeit findet, euch die Lieder anzuhören und dass sie in euch  auch etwas bewegen :-)

Gebt nicht auf!

Eure Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Hope is the thing with feahters

Hier ein weiterer Beitrag von Laura Huber:

Letzte Woche habe ich spontan Bodypump ausprobiert und es war wirklich cool. Zwischendurch  habe ich gedacht, dass es genauso richtig ist. Ich war glücklich, nicht wie letztes Jahr im Krankenhaus zu liegen und Bewegungsverbot zu haben. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Jahr später Bodypump ausprobiere und mit einem gesunden Gewicht glücklich bin.

Wenn ich jetzt  die Wahl hätte, zwischen Hungern und Leben- ich würde das Leben nehmen. Wenn ich mich entscheiden müsste: ich würde nie mehr dahin zurück wollen, wo ich vor einem Jahr war. Das Leben ist so viel schöner.

Der Weg sieht schwierig aus. Aber man kann ihn gehen. Und  irgendwann lohnt es sich. Verliert die Hoffnung nicht, dass es sich lohnt zu kämpfen!  Auch, wenn man manchmal aufgeben will. Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

Wenn man nach einem Wettlauf ins Ziel kommt, ist man zwar erschöpft, aber glücklich, weil man es geschafft hat. Habt ihr schon mal ein Wettlaufen gemacht? Wann wart ihr das letzte Mal wirklich glücklich? Wann habt ihr das letzte Mal das Leben gefühlt?

Ich wollte euch mit auf den Weg geben, dass kämpfen und dran bleiben sich wirklich lohnt. Mir ist letzte Woche wieder bewusst geworden, wie viele Chancen das Leben bietet, mit denen man vorher nie gerechnet hat.

Gebt dem Leben eine Chance!

 

“Hope” is the thing with feathers -

That perches in the soul -

And sings the tune without the words -

And never stops – at all -

 

And sweetest – in the Gale – is heard -

And sore must be the storm -

That could abash the little Bird

That kept so many warm -

 

I’ve heard it in the chillest land -

And on the strangest Sea -

Yet – never – in Extremity,

It asked a crumb – of me.

 

(Emiliy Dickinson)

 

Jedem Anfang liegt ein Zauber inne!

Liebe Grüße

Eure Laura

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Reise zu sich selbst

Hier ein neuer Beitrag von Laura Huber(16):

Als ich zunehmen musste, hat mir jemand gesagt, dass ich doch gar nicht weiß, wie ich mit einem gesunden Gewicht aussehe. Vielleicht würde ich mich dann sogar schöner finden und Frieden mit meinem Körper schließen.

Im ersten Moment hört es sich total blödsinnig an.

Aber: Wenn man seinen Körper wirklich schön findet, quält man ihn doch auch nicht. Und wenn man seinen Körper annimmt, will man nicht immer noch dünner werden.  Man steht nicht im Kampf mit seinem eigenen Körper. Wenn ihr euch jetzt nicht schön findet, woher wollt ihr wissen, wie es mit einem gesunden Gewicht aussieht?

Zunehmen ist schwer, aber stellt es euch doch mal als eine Reise zu euch und eurem Körper vor. Jeder kleine Schritt ist ein Schritt zu euch selbst. Und wenn es eurem Körper besser geht, wenn ihr stärker seid, vielleicht fällt es euch dann auch leichter, euch so anzunehmen wie ihr seid. Je tiefer man in die Essstörung man fällt, desto mehr verliert man sich. Wollt ihr nicht dafür kämpfen, euch und euer Leben wieder zu finden? Es wird ein langer Weg und in irgendeiner Form verändert uns die Krankheit;- aber umso schöner ist es doch, die Suche nach sich selbst und den Zielen im Leben zu suchen und dann zu sehen, wo man steht. Was sich verändert hat und wie man damit umgehen kann. Man findet einen Weg. Wenn man zu sich gefunden hat. Wenn man sich erlaubt, während dem Kämpfen auch mal hinzufallen und dann aber wieder aufsteht.

Mir hat es während dem Zunehmen gut getan, ins Yoga zu gehen. Zu entspannen und nicht gegen meinen Körper zu arbeiten. Es hat mir gut getan, nach langer Zeit ohne Sport  mit leichten und entspannenden Übungen im Yoga wieder mit Bewegung anzufangen. Wenn ihr euch vorstellen könnt, dass euch Yoga auch gut tut, sprecht doch einfach mal mit eurem Arzt ab, ab welchem Gewicht ihr zum Yoga dürftet. Vielleicht dürft ihr direkt anfangen oder ihr stellt euch das Yoga als ein Zwischenziel auf?

Wer weiß, wie man mit einem gesunden Gewicht aussieht? Vielleicht kann man sich dann ja wirklich besser annehmen?

Zunehmen ist schwer und genau deswegen dürft ihr eure Ziele dabei nie vergessen! Wie schön ist es, mit einem belastbaren Körper leben zu können? Sport zu machen und Muskeln aufzubauen? Das Leben wieder leben können?

Ich wünsche euch viel Kraft und Erfolg auf eurem Weg!

Eure Laura

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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