Reise zu sich selbst

Hier ein neuer Beitrag von Laura Huber(16):

Als ich zunehmen musste, hat mir jemand gesagt, dass ich doch gar nicht weiß, wie ich mit einem gesunden Gewicht aussehe. Vielleicht würde ich mich dann sogar schöner finden und Frieden mit meinem Körper schließen.

Im ersten Moment hört es sich total blödsinnig an.

Aber: Wenn man seinen Körper wirklich schön findet, quält man ihn doch auch nicht. Und wenn man seinen Körper annimmt, will man nicht immer noch dünner werden.  Man steht nicht im Kampf mit seinem eigenen Körper. Wenn ihr euch jetzt nicht schön findet, woher wollt ihr wissen, wie es mit einem gesunden Gewicht aussieht?

Zunehmen ist schwer, aber stellt es euch doch mal als eine Reise zu euch und eurem Körper vor. Jeder kleine Schritt ist ein Schritt zu euch selbst. Und wenn es eurem Körper besser geht, wenn ihr stärker seid, vielleicht fällt es euch dann auch leichter, euch so anzunehmen wie ihr seid. Je tiefer man in die Essstörung man fällt, desto mehr verliert man sich. Wollt ihr nicht dafür kämpfen, euch und euer Leben wieder zu finden? Es wird ein langer Weg und in irgendeiner Form verändert uns die Krankheit;- aber umso schöner ist es doch, die Suche nach sich selbst und den Zielen im Leben zu suchen und dann zu sehen, wo man steht. Was sich verändert hat und wie man damit umgehen kann. Man findet einen Weg. Wenn man zu sich gefunden hat. Wenn man sich erlaubt, während dem Kämpfen auch mal hinzufallen und dann aber wieder aufsteht.

Mir hat es während dem Zunehmen gut getan, ins Yoga zu gehen. Zu entspannen und nicht gegen meinen Körper zu arbeiten. Es hat mir gut getan, nach langer Zeit ohne Sport  mit leichten und entspannenden Übungen im Yoga wieder mit Bewegung anzufangen. Wenn ihr euch vorstellen könnt, dass euch Yoga auch gut tut, sprecht doch einfach mal mit eurem Arzt ab, ab welchem Gewicht ihr zum Yoga dürftet. Vielleicht dürft ihr direkt anfangen oder ihr stellt euch das Yoga als ein Zwischenziel auf?

Wer weiß, wie man mit einem gesunden Gewicht aussieht? Vielleicht kann man sich dann ja wirklich besser annehmen?

Zunehmen ist schwer und genau deswegen dürft ihr eure Ziele dabei nie vergessen! Wie schön ist es, mit einem belastbaren Körper leben zu können? Sport zu machen und Muskeln aufzubauen? Das Leben wieder leben können?

Ich wünsche euch viel Kraft und Erfolg auf eurem Weg!

Eure Laura

 

Einzig dein Körper, sag es weiter, sag es selbst, bewusst, gesund!

Hiermit möchte ich wieder zurückmelden im ANAD-live Blog.

Ich habe mir für meinen ersten Beitrag nach meiner Pause ein Lied von Sookee ausgewählt. Sookee ist eine deutsche Rapperin, die sich hauptsächlich gegen Homophobie und Sexismus im deutschen HipHop und gegen Rassismus in Deutschland  engagiert.

Ihr Song “ Dein Körper Dein Haus” zeigt meiner Meinung nach ein starkes Statement für die Selbstliebe und  für die Wichtigkeit eines stabilen Selbstwerthauses.

Eine der zwei wichtigstens Dinge, um eine Essstörung hinter sich zu lassen und ein gesundes Leben zu führen.

Hier die Lyrics des Songs (…saugt diese Zeilen auf und lebt sie…):

Sieh dein Körper ist dein Haus

Mach`s dir gemütlich

Richte es ein so wie du willst

Mach die Fassade unverwüstlich

Fühl dich wohl, mach`s dir vergnüglich

Wie schön es ist, wenn man im Glücklich sein gut und geübt ist

Gib alles was du hast und gib all deine Kraft

Das dein Haus schön wird und bleibt  wie am Tag, so in der Nacht

Du hast nur dieses eine Haus, eins aus Liebe gebaut

Es ist einzigartig, ich hab´s mit Liebe erstanden

Lange Zeit wirst du hier wohnen

Freu dich drauf, erfreu dich dran

Man kann´s nicht zu viel betonen

Du bestimmst wer dich besucht

Sprich es aus und sag es weiter

Und dann geht´s dir richtig gut

B:

Dein Haus, Dein Heim

Der schönste Ort, sei gut zu dir

Kein böses Wort, Kein Zeitpunkt scheint mir

Wohl zu früh, um sich im Haus auch wohl zu fühlen

C:

Einzig dein Körper

Sag es weiter,

Sei du selbst, bewusst, gesund (4x)

 

Du und dein Haus

Ihr seid ne Einheit

Beseel die Räume und die Flure

Willst du nicht mit dir allein sein

Schenke dir an jedem Tag

Liebe und Pflege, so wie du gern leben magst

Draußen steht dein Name dran

Drinnen steht dein Bett

So ist das Äußere mit dem Inneren vernetzt

Wärme und Geborgenheit

Gibt dir dein Palast

Gib gut auf ihn Acht

Weil du ihn nur einmal hast

Und der Wunsch nach jedem Glück

Erfüllt sich in der Gesundheit

Geht nie weg und kehrt zurück

Sei du selbst

Du bist es wert

Mach es von Herzen gern

und du machst nichts verkehrt

B 1x

C 4x

Vom Mädchen zur Frau

Von der Tochter zur Mutter

Du bist du selbst

falls du es noch nicht gewusst hast

Du hast alle Möglichkeiten

Weit und breit in dir vereint

Du hast die Chance zu deinem Glück

Die dir keiner mehr entreißt

Manches wirkt sich aus

Doch du wirkst aus dem Inneren

Die Zukunft ist nicht ungewiss, denn du wirst sie bestimmen

Nichts spricht dagegen darüber zu sprechen

Sag es weiter, schenk deinem Haus nun das süßeste Lächeln

C 8x

 

Demnächst möchte ich mit eigenen lyrischen/poetischen Texten zu den Themen “Essstörung loslassen”, ” Identitätsfindung” und anderen eigenen Lebensweisheiten den ANADlive-Blog berreichern.

Bis dahin passt gut auf euer Haus auf!

Eure Annika

 

Zum Thema “Loslassen”

Ein Anstoß zum Nachdenken:

Loslassen ….

Wie wäre es, endlich wieder frei zu sein? Lachen zu können und wieder im Leben zu stehen? Vielleicht ist es an der Zeit, aufzustehen und dafür zu kämpfen?

Ich finde zum Thema „Loslassen“ das Lied „Anorak“ von Sarah Connor sehr schön und ermutigend (hier seht ihr ein Cover von Lea Katharina). Menschen loslassen, die vielleicht mehr verletzen, als dass sie wirklich Halt geben. Die Essstörung loslassen und gesund werden.  Um dann die Sonne  und das Leben wieder zu fühlen. Eine Löwin sein, die sich selbst beschützt, die stark ist und die an sich glaubt.

Hört euch das Lied doch einfach mal an J

Ich wünsche euch viel Kraft und Mut!

Bis Bald

Eure Laura

Ninette Berlin

Guten Morgen, ich bin Mira, neu auf dem Blog hier. Auf der Suche nach Hilfe und Informationen für meine magersüchtige Nichte bin ich auf Anad und dort auf den neuen Comic Ninette Berlin gestossen. Das ist ein interaktiver Comic, der in Berlin spielt und folgenweise über ein in die Magersucht fallendes Mädchen erzählt (im Moment kann man die beiden ersten Folgen im Netz ansehen) Ich finde den Comic ziemlich düster gezeichnet, ziemlich berlinerisch und neugierig machend, wie es weiter geht. Ich fände es interessant, wie Ihr den neuen Comic findet und freu mich von Euch zu hören. Bis bald Eure Mira

 

 

Eine WG-Besichtigung bei ANAD e.V.

Laura Huber (16):

Letzten Donnerstag habe ich eine Wohngruppe von ANAD in München besucht. Zuerst habe ich mich mit Herrn Schnebel über die Entstehung und Geschichte von ANAD unterhalten und anschließend hat mir Frau Stawowski, eine Sozialpädagogin, die WG gezeigt. In diesem Beitrag möchte ich euch meine Eindrücke schildern und die Wohngruppe ein bisschen beschreiben:

In der WG wohnen Mädchen, die an einer Essstörung erkrankt sind, aber einen BMI über 16 haben. Die ersten 6 Wochen ist man zur Probe dort, so kann man zum Beispiel austesten, wie man mit dem Heimweh umgehen kann und ob man überhaupt in die Gruppe passt. Die Bewohnerinnen gehen zur Schule oder machen eine Ausbildung und wohnen in einer WG, in der sie von Therapeuten und Sozialpädagogen betreut werden. Pro Woche gibt es zwei Einzeltherapiestunden, dazu beispielsweise eine Ernährungstherapiegruppe. An 2 Wochenenden im Monat kann man nach Hause fahren oder alternativ in der WG bleiben.

Neben einem Wohnzimmer, einer Küche mit Essbereich und einem Fernsehraum gibt es auch eine große  Dachterrasse. Die Mädchen teilen sich zu zweit ein Zimmer, das sie selbst dekorieren und gestalten dürfen. Die WG ist sehr groß und hell und ist wirklich sehr schön gestaltet. Besonders gefallen hat mir, dass es in der WG auch die Möglichkeit gibt, Klavier zu spielen oder sein eigenes Instrument mitzubringen. Regelmäßig finden gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge, Ausflüge in den Englischen Garten, oder Kinobesuche statt. Am Abend finden oft gemeinsame Spiele- oder DVD- Abende statt; man kann sich in der Zeit aber auch zurückziehen und in seinem Zimmer bleiben. Vor kurzem erst haben die Mädchen gemeinsam den Fernsehraum neu gestrichen und aktuell wird ein kleiner Urlaub für die Sommerferien geplant. Die Bewohnerinnen übernehmen im Haushalt Verantwortung, indem sie jede Woche einen anderen Dienst übernehmen, kümmern sich aber auch um das Einkaufen von Lebensmitteln, die sie in einem eigenen Schrank in der Küche aufbewahren. Als ich in der WG zu Besuch war, war es dort sehr leer, weil einige Mädchen unterwegs waren, was zeigt, dass man dort in keinem Fall  „eingesperrt“ ist, sondern die Möglichkeit hat, Hobbys nachzugehen oder Freunde zu treffen.  Ein Punkt, der von einer WG abhalten könnte, ist das Zusammensein mit so vielen anderen  Mädchen, die an einer Essstörung leiden, weil man sich in einigen Momenten sicher gegenseitig runterzieht. Dieses Thema habe ich auch mit Frau Stawowski besprochen. Im Endeffekt kann man immer und überall mit Essstörungen konfrontiert werden- aber man muss in jedem Fall lernen, sich abzugrenzen und aufhören, sich zu vergleichen .Deshalb sollte man das Zusammenleben mit anderen Patienten nicht als Hindernis sehen, sondern als Chance um sich abzugrenzen und zu sich selbst zu finden.

Das Leben in der Wohngruppe ist viel lockerer und abwechslungsreicher, als ich es mir vorgestellt habe und die vielen gemeinsamen Aktivitäten innerhalb der Gruppe machen den Alltag sicher viel lebhafter und schöner. ANAD bietet alle 2 Wochen Informationsveranstaltungen an, um sich Mädchen, die überlegen in eine solche Wohngruppe zu ziehen, vorzustellen. Weil jeder sicher Fragen im Rahmen seiner Überlegungen hat und sich das Ganze vielleicht auch schlecht vorstellen kann, finde ich diese Veranstaltungen sehr hilfreich und würde jedem empfehlen, diese zu besuchen, weil man vor Ort ein ganz anderes und wirklich positives Bild bekommt.

Abschließend möchte ich mich noch bei Herrn Schnebel und Frau Stawowski bedanken, die sich am Donnerstag Zeit für mich genommen haben und mir die WG vorgestellt haben!

Eure Laura

 

 

 

 

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg !

Hier ein weiterer Beitrag von Laura Huber(16):

Vor Kurzem war ich gemeinsam mit meiner Mama auf einem Konzert von Frank Turner- etwas, das ich mir lange gewünscht habe, als ich krank war. Damals habe ich alles, was ich noch erleben will und wofür ich kämpfen möchte aufgeschrieben: im Sommer die Sonne auf der Haut und den Wind in den Haaren fühlen, Tanzen, um einen See gehen, an einem Lagerfeuer sitzen, einen Wettlauf mitlaufen, auf ein Konzert gehen…. Einige meiner Ziele durfte ich schon erleben und es hat sich wirklich gelohnt, dafür gegen die Essstörung zu kämpfen. Es gibt so viele schöne Dinge, die das Leben bietet, wenn man sich nicht selbst aufgibt!

Das Lied „Get Better“ von Frank Turner hat mir in der letzten Zeit besonders viel Hoffnung, Kraft und Halt gegeben und ich hoffe, dass es euch auch etwas mit auf den Weg gibt- hört es euch doch einfach selbst an und überlegt euch, wofür ihr aufstehen und kämpfen wollt, denn für jeden gibt es Gründe :-)

Liebe Grüße

Laura

 

You were created for purpose. And no it´s not to be size 0.

Geschrieben von Laura Huber:

Hallo,

Nachdem hier schon lange nichts mehr geschrieben wurde, möchte ich für den Blog schreiben.  Mir hat es viel geholfen, von anderen zu lesen und ich fand es schade, als hier so lange nichts mehr geschrieben wurde. Ich möchte über das Schreiben, was mir geholfen hat und zeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen.

Aber erst möchte ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Laura und bin 16 Jahre. Vor einem halben Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich so leben kann, wie ich es mittlerweile tue. Damals war ich in einem Kinderkrankenhaus, weil mein Herz nicht mehr schnell genug schlagen konnte. Während meinem Aufenthalt dort hatte ich Begegnungen mit Menschen, die mich sehr bewegt haben. Ich glaube, es waren viele kleine Steine, die ich von der Woche an gefunden habe und aus denen ich mir meinen Weg zurück ins Leben gelegt habe. Als ich wieder nach Hause durfte habe ich mich gegen einen längeren Klinikaufenthalt in einer speziellen Klinik für Essstörungen entschieden, weil ich gespürt habe, dass ich den weiteren Weg zu Hause schaffen kann. Es war trotzdem sehr schwer- aber ich wollte von da an gesund werden und hatte von vielen Menschen Rückhalt.

„Du bist so viel mehr wert als diese Zahl auf der Waage. Reduziere dich nicht auf diese Zahl- DU bist wichtig.“, hat jemand vor einem halben Jahr zu mir gesagt und jetzt will diese Worte an euch geben. Ihr seid wirklich mehr wert- und vor allem seid ihr wichtig und nicht die Essstörung. Am Anfang ist es schwer, das wirklich zu glauben. Trotzdem ist mein Vorschlag: Warum setzt ihr euch nicht ein paar Minuten nach draußen in die Sonne und lasst euch diese Worte durch den Kopf gehen; ihr seid mehr wert und ihr seid wichtig, auch wenn ihr das im ersten Moment nicht sehen könnt. Ihr seid  mehr wert!

Eure Laura

 

PS: Danke Laura für deinen ersten Beitrag!

Ich darf vorstellen…….!!!!

Liebe ANAD-live BlogleserInnen,

ich möchte euch heute Laura Huber (16) vorstellen.

In Zukunft werdet ihr von Zeit zu Zeit einen Blogeintrag von ihr lesen dürfen. Laura ist vor 1 1/2 Jahren an Magersucht erkrankt. Damals entschied sie sich für eine ambulante Therapie, mit der sie bis zum heutigen Zeitpunkt gelernt hat, Schritt für Schritt ihren Körper wieder zu akzeptieren. Mittlerweile liegt ihr Gewicht wieder in einem gesunden Bereich.

Sie möchte anderen Menschen, die derzeit noch im Kampf mit der Essstörung sind, Mut machen, weiter an sich zu arbeiten, um die Essstörung loslassen zu können.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei Laura Huber für ihr Engagement und den Mut, ihre Geschichte und ihre Erfahrungen zu erzählen.

Eure Annika

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Laura Huber (16)

Grosses Fragezeichen

Hallo nach langer Zeit mal wieder!

Ich möchte gerne einen neuen Versuch starten, diesen Blog mit Leben zu füllen. Dafür bräuchte ich Eure Unterstützung.

Was wäre Euch wichtig? Was würdet Ihr Euch hier auf der Plattform wünschen?

Ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam etwas aus dieser Möglichkeit hier machen und freue mich auf Einträge.

 

Viele liebe Grüße

 

Sunny

 

 

Link

Hallo zusammen,

diesen, wie ich finde sehr interessanten Link, habe ich zuföllig bei Spiegel online gesehen.

 

http://www.anorexie-heute.de/

 

Liebe Grüße

 

Sunny