Link

Hallo zusammen,

diesen, wie ich finde sehr interessanten Link, habe ich zuföllig bei Spiegel online gesehen.

 

http://www.anorexie-heute.de/

 

Liebe Grüße

 

Sunny

Heute morgen beim Frühstück

….schaue ich aus dem Fenster und stelle mir die Frage:

“Hätte ich heute einen Wunsch frei, was würde ich mir wünschen?”

Und sofort habe ich eine Antwort: “Ich würde mich gerne eine Woche komplett ausklinken.”

Eure Wünsche????

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

Sunny

Filmtipp

Ich bin heute auf die Ankündigung des Films “Stella – Kleine große Schwester” gestossen, der ab 24.09.15 in den Kinos anläuft. Bestimmt sehenswert!

 

Regis­seu­rin Sanna Len­ken beschäf­tigte sich schon bei ihrem letz­ten Kurz­film­bei­trag zur Ber­li­nale mit dem Thema Ess­stö­rung. Ihr ers­ter Spiel­film wurde bei der Ber­li­nale 2015 von der Kin­der­jury der Gene­ra­tion Kplus mit dem Glä­ser­nen Bär (Bes­ter Film) aus­ge­zeich­net. “Der Regis­seu­rin gelingt es, ein anspruchs­vol­les Thema mit viel Humor und Charme zu behan­deln und dabei gleich­zei­tig unan­ge­nehme Span­nun­gen und tief­sit­zende Gefühle zu ver­mit­teln,” so die Berlinale-Jury

 

www.stella-film.de

 

 

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche. Vielleicht hat jemand Lust, hier den Anfang mit einem ersten Beitrag zu starten :-)!?

 

Liebe Grüße

 

Sunny

 

 

Hallo, ich bin die Neue :-)

…..und ich möchte mich Euch gerne kurz vorstellen: weiblich, 41 Jahre (aber jung geblieben :-)), berufstätig als Chefassistentin und lebe in Süddeutschland.
Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, was ich hier als Bloggerin mache?
Auch wenn ich heute fest im Leben stehe, so habe ich viele Jahre mit Essstörung hinter mir. Die Magersucht begleitet mich immer noch, aber sie bestimmt meinen Alltag nicht mehr. Dazu haben Klinikaufenthalte und viele ambulante Therapiestunden gehört, die ich heute auch noch nutze. Ich möchte diesen Blog nach längerer Pause gerne wieder mit Leben füllen und hoffe, dass viele von Euch den Weg hierher finden und die Möglichkeiten des Blogs nutzen.
Ich freue mich auf viele Ideen, Wünsche, Beiträge, etc. von Euch und hoffe, dass viele Einträge ermutigen und unterstützend sein können.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich aufgrund meines Berufes anonym bleiben muss und ich hier unter einem Pseudonym schreibe.

Ich freue mich auf Euch,

viele Grüße

Sunny

ANAD e.V. mal aus einem anderen Blickwinkel – Ein Interview mit Stephanie Maier Dipl. Soz.Päd. (FH), Einrichtungsleitung TWG/BEW, Fachbeauftragte Sozialpädagogik

 Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute bekommt ihr einen ganz besonderen Einblick in die Arbeit von ANAD e.V. Hierzu dürfte ich Stephanie Maier (Sozialpädagogin bei ANAD e.V.) interviewen. Ich kenne Frau Maier selbst aus meiner Zeit als Klientin sehr gut und muss betonen, dass ich immer einen sehr guten Draht zu ihr hatte. Ihre sehr kompetente und offene Art hat es mir immer sehr leicht gemacht in Gruppentherapien oder beim gemeinsamen Kochen und Essen mich wohl zu fühlen. Deswegen freue ich mich sehr über dieses Interview:

1. Frau Maier wie lange arbeiten sie schon für Anad e.V. und was waren ihre Beweggründe um mit Esssgestörten arbeiten zu wollen?

Im Rahmen meines Studiums machte ich 2006 mein Jahrespraktikum bei ANAD, habe dann direkt im Anschluss als Nachtdienst gearbeitet und nach meinem Abschluss als Sozialpädagogin in der Pilotystraße begonnen. Dass ich zu ANAD kam, war eher Zufall, ich habe unseren Praktikumsordner an der FH durchforstet auf der Suche nach Einrichtungen der stationären Jugendhilfe und bin dabei auf ANAD gestoßen. Nachdem ich schon als Leiterin von Jugendgruppen mit der Thematik zu tun hatte, bewarb ich mich um die Praktikumsstelle und wurde zu meiner großen Freude auch (trotz Verspätung beim Vorstellungsgespräch) genommen :-)

 

2. Was macht ihnen an der Arbeit am meisten Spaß (und was bringt sie vielleicht manchmal an ihre Grenzen)?

Am meisten Spaß macht mit die direkte Arbeit mit den Klientinnen, das Beraten, Begleiten und Unterstützen und dass ich so viel teilhaben darf an den unterschiedlichsten Lebensentwürfen, Gedanken und Entwicklungen. Ich glaube, ich lerne mindestens so viel von meinen Klientinnen, wie sie von mir. Das klingt jetzt irgendwie pathetisch, ich meine es aber wirklich so. An meine Grenzen bringt mich manchmal die Bürokratie und meine eigene Ungeduld- das passt oft nicht so gut zusammen.



3. Was denken Sie ist das Besondere an Anad e.V. ?

Das Besondere an ANAD ist, dass wir immer versuchen, individuell auf die oder den Einzelnen einzugehen und keine Standardtherapie oder -beratung machen. Ich habe in meinen neun Jahren noch nie eine Klientin beraten, die -egal ob von ihrer Persönlichkeit oder aber von ihrer Essstörung her- so gewesen wäre, wie eine andere zuvor. Essstörungen sind so komplexe Erkrankungen, dass es mehr braucht als vorgefertigte Antworten oder klare Ablaufpläne, wichtig ist uns vor allem der Kontakt und die Beziehung zu den Betroffenen, um gemeinsam herauszufinden, was für sie hilfreich sein könnte und wie die gemeinsame Arbeit aussehen kann.

Erst am Freitag habe ich auf einer Fachtagung erfahren, dass es meist mehrere Jahre dauert, bis sich Betroffene an eine Einrichtung wenden. Zugleich verbessert eine kurze Spanne zwischen Erkrankungsbeginn und Beginn der Therapie die Behandlungserfolge enorm. Durch unser Onlineangebot möchten wir dazu beitragen, dass mehr Frauen und Männer, die an einer Essstörung leiden, den Mut fassen, sich ohne große Anforderungen und Verbindlichkeiten zu informieren und somit schneller die Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie so dringend benötigen.

 

4. Wie kann Anad auch Angehörigen von Betroffenen helfen?

In unseren Wohngruppen versuchen wir vor allem bei unseren jugendlichen Klientinnen die Eltern oder andere enge Bezugspersonen in die Therapie und Beratung mit einzubeziehen. Doch auch wenn die Betroffenen nicht bei uns wohnen, gibt es ein vielfältiges Angebot von Beratungen, Workshops und Seminaren für Angehörige. Wir wissen aus jahrelanger Erfahrung wie belastend es für enge Bezugspersonen ist, scheinbar ohnmächtig dieser Krankheit gegenüberzustehen und möchten auch sie hierbei bestmöglich unterstützen. Genaueres hierzu finden Sie auf unserer Homepage.

 

5. Was denken Sie ist wichtig, um die Essstörung in den Griff zu bekommen? 

Schwierig das so pauschal zu beantworten, bei jedem hat die Essstörung ja eine andere Funktionalität. Grundsätzlich würde ich sagen, ist es wichtig, von beiden Seiten an das Problem heranzugehen. Also zum einen daran zu arbeiten wieder regelmäßig und ausreichend zu essen (egal bei welcher Diagnose ist das m.E. der Weg zum Ziel), zum anderen aber auch zu schauen, was sonst im Leben nicht passt oder was gerade durch die Essstörung aushaltbar gemacht wird und gemeinsam zu schauen, wie das verändert werden kann. Nur an einem der beiden Themen zu arbeiten fasst meiner Meinung nach zu kurz.

 

6. Können Sie kurz das Therapiekonzept von Anad erklären?

Unser Konzept zielt darauf ab, intensive Psycho- und Ernährungstherapie mit einer Wiedereingliederung in den Alltag zu verbinden. Der Vorteil besteht in erster Linie darin, Strategien, die in der Klinik erlernt wurden, im Alltag mit all seinen Anforderungen auf ihre Tauglichkeit zu erproben und ggf. zu modifizieren.

Für den Fall, dass dieses Setting für einzelne zu intensiv ist, bieten wir auch rein sozialpädagogisch betreute Wohngruppen und das Betreute Einzelwohnen an.

 

7. Was wollen Sie den Leserinnen und Lesern mit auf den Weg geben?

Die Bewältigung einer Essstörung ist ein langer Weg, aktuelle Studien sprechen von 5 +/- 2 Jahren. Das sind 5 Jahre, die nicht linear verlaufen, es gibt immer wieder Höhen und Tiefen. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Betroffene trauen, früher Unterstützung zu suchen und dass diejenigen, die seit Jahren kämpfen, nicht die Kraft oder Motivation verlieren und einen Rückfall als persönliches Scheitern sehen. Das ist im Verlauf einer Essstörungstherapie völlig normal und auch wenn es oft noch so aussichtslos erscheint, auch eine Essstörung ist heilbar, das sehe ich an vielen unserer Klientinnen.

Vielen lieben Dank an Frau Maier für dieses Interview. Ich denke ihr konntet einige neue Dinge über Anad e.V. erfahren und habt neue Anstöße bekommen, um die Bewältigung der Essstörung anzugehen. Bleibt am Ball……….!!!!

Bis bald

Eure Annika

2 Jahre ANAD – Was ich mitnehme?

Liebe Leseerinnen und Leser,

Nun ist es ganz offiziel. Ich bin heute den ersten Tag seit über zwei Jahren keine Klientin mehr bei ANAD e.V.

Eine sehr prägende und erfolgreiche Zeit bei ANAD geht für mich zu Ende. Ich möchte euch die wichtigsten Dinge mitgeben, die ich in den letzten zwei Jahren mitgenommen habe und die ich auf meinem weiteren Weg nutzen kann:

1. Reflektiere dich und denk darüber nach wieso etwas passiert. Es gibt immer einen Grund dafür.

2. Gelassenheit und radikale Akzeptanz für alle Dinge, die uns das Leben schwer machen. Das spart Kraft.

3. Lebe dein Leben und nicht für andere Menschen.

4. Verzeih dir schlechte Tage, du hast jeden Tag die Chance es besser zu machen.

5. Kleine Brötchen backen, Schritt für Schritt gehen…..dass entlastet dich!

6. Gefühle zulassen, annehmen und aushalten……….GANZ WICHTIG!!!!

7. Grenze dich ab, bei Menschen die dir Kraft rauben oder dir nicht gut tun. Bleib bei dir!

8. Positive Aktivitäten in den Alltag einbauen, sie liefern dir Energie und gute Laune.

9. Freunde sind sehr wichtig, gib ihnen Raum und Zeit und lass sie an deinem Leben teilhaben.

10. Akzeptiere dich so wie du bist…….du lebst nur einmal….und das Leben kann so schön sein!

DESWEGEN…………SEID MUTIG……..IHR KÖNNT ES SCHAFFEN EIN GESUNDES UND FRÖHLICHES LEBEN ZU LEBEN!!

Liebe Grüße

Eure Annika

Zu Ostern………

……wünsche ich allen Lesern und Leserinnen frohe Feiertage und möchte mein aktuelles Lieblingslied für euch hier lassen.

“Wolke 4″ von Philipp Dittberner berührt mich die letzten Tage sehr im Herzen. Ich erwische mich in meinem Leben immer wieder dabei in extreme Gefühlslagen zu geraten. Die Gefühle entweder ganz oder garnicht zu fühlen ist ziemlich anstrengend. Schwarz oder Weiß, Liebe oder Hass, Wut oder Taubheit………………..gibt es nicht etwas in der Mitte???

JA, das gibt es!

Und diesen gern genannten “Graubereich” zu finden und auszuhalten ist manchmal garnicht so einfach. Aber er hebt das extreme Spannungsverhältnis der Gefühle auf und macht das Leben etwas leichter und unanstrengender.

Das Lied “Wolke 4″ beschreibt diese goldene Mitte ziemlich gut. Die Gefühlswelt ist so vielschichtig….seid mutig und entdeckt sie!

Frohe Ostern euch allen!

Eure Annika

Coming soon…

Liebe Leserinnen und Leser,

meine nächsten Beiträge werden euch einen exklusiven Einblick in das Leben bei Anad geben. Dafür werde ich Interviews mit Therapeuten und Sozialpädagogen führen und Klienten in den WG´s besuchen.

Ich freue mich euch bald den ersten Live-Bericht zu präsentieren!

Bis dahin gebe ich euch natürlich noch ein Lied mit auf den Weg, welches mir immer sehr viel Kraft gegeben hat!

Viel Spaß dabei

Eure Annika

Zum Valentinstag!

Zum Valentinstag wünsche ich euch allen nicht nur die Liebe von anderen Menschen, sondern vor allem die Liebe zu euch selbst.

Mich so zu lieben wie ich bin, war einer der wichtigsten Schritte zur Genesung!

Denn die Essstörung ist nichts anderes als der Kampf gegen sich selbst. Fangt an euch selbst in den Arm zu nehmen. Selbstliebe ist die beste Medizin die es gegen die Essstörung geben kann.

Lasst euch von dem Video insperieren und reflektiert euch selbst, was vielleicht noch fehlt oder stört, damit ihr euch selbst lieben könnt!

Schönen Valentinstag!

Eure Annika