Momentesammler

geschrieben von Laura Huber:

Hallo :-)

Heute habe ich mir überlegt, mal wieder über ein Lied zu schreiben. Langsam kommen die ersten warmen Tage in diesem Frühling. Ich bin letzte Woche draußen laufen gewesen und hab daran gedacht, wie schön es ist, wenn es Frühling und Sommer wird.  Schwimmen gehen. Lagerfeuer machen. Oder einfach nur in der Sonne liegen und ein Buch lesen. Ausflüge, Stadtläufe, Konzerte. Lebensfreude. Habt ihr euch schon überlegt, was ihr diesen Sommer gerne erleben würdet? Welche Momente würdet ihr gerne erleben?

Das Lied, um das es heute geht, hat mir meine Cousine gezeigt, als ich gerade im Krankenhaus war. Es heißt „Momentensammler“. Erlebt eure Momente bewusst. Sammelt sie. Und erinnert euch immer wieder an die positiven Momente zurück. Ich finde in dem Lied kommt gut rüber, wie wichtig diese Momente sind. Im Vergleich zu allem, was man sammeln kann, sind es die besonderen Momente, die wirklich wichtig sind. Momente sind das, wodurch unser Leben bunt und einzigartig wird.

Diese Momente zu erleben heißt, die Augen zu öffnen. Nach vorne zu schauen. Sich nicht an einer Waage festzuhalten und seinen Körper zu hassen. Sondern das Leben wahrzunehmen. Wie schön und bunt es ist. Und wie viele kleine, schöne Momente es gibt.

Hört euch das Lied doch einfach an und denkt an all die Momente, die euch besonders machen. Die, die ihr schon erlebt habt und die, die ihr noch erleben wollt.

Eure Laura

 

 

 

Annika Lausch

Name: Lausch, Annika – Alter: 28 – Wohnort: München – Beruf aktuell: Studentin der sozialen Arbeit an der KSFH München – Zuvor: Leistungssportlerin im Rudern (2-fache deutsche Meisterin, 3 WM-Teilnahmen), danach Kommissaranwärterin bei der bayrischen Polizei, danach Fitness- und Personaltrainerin und Rudertrainerin – Über die Krankheit: seit 2007 Sportsucht/Bulimie – 3 Klinikaufenthalte seit März 2013 bei Anad als Klientin seit fast 2 Jahren stabiles und gesundes Essverhalten – Hobbies: Musik und Tanzen, Wassersport und Sonnenbaden

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Meine Klinik-Erfahrungen

Nachdem Annika in ihrem letzten Beitrag schon so schön geschildert hat, wie sie den Weg zu ANAD fand, möchte ich auch auf meine Klinikzeit etwas mehr eingehen. Betroffene, die vor der Entscheidung stehen: Klinik – ja oder nein?, haben vielleicht gar keine genauen Vorstellungen, was sie in so einer Einrichtung alles erwartet.

Laura Pape

Laura wurde 1993 in Hannover geboren und wohnt bis heute in der Region. Mit siebzehn Jahren rutschte sie in die Magersucht. Nachdem ihr Gewicht schon drastisch gesunken war, konnte ihre Mutter nicht mehr weiter hilflos zusehen und brachte Laura in eine Klinik. Dort schaffte sie es, innerhalb von sechs Monaten dank guter Unterstützung wieder ein normales Gewicht zu erreichen und die Blockade vor dem Essen aus ihrem Kopf zu verbannen. Richtig gesund wurde sie aber erst Zuhause nach der Entlassung. Ein paar anfänglichen Rückfällen folgte der Gedanke an ein fröhliches, unbeschwertes Leben - welches nur möglich sein konnte, wenn sie ihr Problem mit dem Essen in den Griff bekam. Also packte Laura all ihren Mut zusammen und überwand sich immer häufiger zum Essen, trotzte der Anzeige der Waage, die mit der Zeit etwas stieg und behielt ihr Ziel von einem gesunden Leben vor Augen. Bis sich dieser Traum verwirklichte. Laura schrieb ihre Geschichte auf und veröffentlichte das Buch "Lebenshungrig - Mein Weg aus der Magersucht", das anderen Betroffenen Mut machen soll und bereits in der dritten Auflage ist. Heute verschwendet sie keine Gedanken mehr ans Abnehmen und isst, worauf sie Lust hat, ohne den Kalorien Beachtung zu schenken. Weil das Leben viel zu viel wert ist, um es für eine Essstörung ungelebt zu lassen.

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